
Jeden Monat, wenn ich den neuen Seelensatz empfangen habe, öffne ich danach mein Grafikprogramm. Ich liebe es, aus der Essenz des Satzes eine Karte zu gestalten und sie so für dich
spürbar zu machen.
Während ich an der Karte für den April gearbeitet habe, habe ich mich gefragt, wie es denn um mein eigenes Genießen bestellt ist.
Meine ernüchternde Antwort: Es ist ausbaufähig.
Es gibt natürlich die Augenblicke beim Spazierengehen, wenn ich bewusst stehen bleibe und dem Wind oder den Geräuschen des Waldes zuhöre. Oder wenn ich mich auf einen Baumstamm setze und die
wärmende Sonne auf meinem Gesicht spüre.
Aber im Alltag ertappe ich mich leider viel zu oft dabei, wie ich zum Beispiel mein Frühstück oder das Mittagessen nebenbei esse und mit den Gedanken ganz woanders bin, nur nicht beim
Essen. Und schon ist das Genießen auf der Strecke geblieben.
Deshalb: Genießen ist nicht immer leicht und ich glaube auch, dass es eine bewusste Entscheidung ist.
Die Anforderungen des täglichen Lebens halten uns gerne in Dauerbeschäftigung. Wenn du beim Kaffee schon die To-do-Liste im Blick hast oder zwischen zwei E-Mails „schnell mal“ isst, bleibt
für den Genuss viel zu wenig Raum.
Für mich bedeutet Genießen, etwas bewusst wahrzunehmen, ganz „da“ zu sein, mich daran zu erfreuen und es mit allen Sinnen aufzunehmen ~ ob es ein Duft ist, ein Klang, ein Geschmack oder
eine Berührung.
Ohne den Moment mit Gedanken an „Müssen“ oder „Sollen“ zu belasten.

Genießen ist für mich:
... ein Gefühl von Zufriedenheit.
... ein bisschen mehr bei mir zu sein.
... mich genährt zu fühlen.
... „Geht´s mir gut!“ ~ Dankbarkeit für mein Leben zu verspüren
... mir die kleinen Freuden des Lebens zu erlauben.

Genießen ist auch wie ein Aufatmen für die Seele. Du lässt für einen Augenblick den Anspruch los, etwas leisten oder funktionieren zu müssen.
Der Seelensatz ist ein liebevoller Erinnerer, das Genießen nicht auf später zu verschieben, sondern ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Nicht den ganzen Tag. Aber immer wieder mal.
Wenn du die Karte sichtbar wirken lassen möchtest, dann druck sie dir aus und such dir einen schönen Platz dafür, wo du öfter hinschaust.
Bei mir steht die Karte schon im Wohnzimmer, eingerahmt in einem Bilderrahmen und wenn ich sie betrachte, fühlt es sich nach Entspannung und Druck rausnehmen an.
🌟Ich wünsche dir einen April voller kleiner, kostbarer Genussmomente.
Herzlichst,
Andrea