Man kann ein Leben perfekt organisieren und sich dabei selbst verlieren
Seit einiger Zeit, na ja, eigentlich sind es schon über zwei Jahre, liegt ein unfertiges Manuskript in meiner Schublade. Von Zeit zu Zeit hole ich es hervor, wenn ich das Gefühl habe, dass es wieder um ein paar Zeilen ergänzt werden will. Es ist ein langsam wachsender Prozess, den die Hauptperson durchläuft.
Die Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen. Ich mag sie sehr und mich berührt die Zartheit, wie sie sich ihrer Seele nach und nach wieder annähert. Und in diese Geschichte nehme ich Dich heute mit.
Beim Schreiben habe ich gemerkt, wie nah mir diese Erzählung ist. Es geht um Trudi. Und es geht um Dich und Mich. Um eine Frau, die für alles und jeden eine Lösung findet. Nur auf die Frage, was sie selbst will, hat sie keine Antwort.
Trudi ist eine Frau in der Mitte ihres Lebens. Sie steht an einem Wendepunkt, an dem sie mit ihrer inneren Zerrissenheit hadert, weil sie spürt, dass sie nicht mehr weitermachen kann wie gewohnt. Sie beginnt sich zu fragen, ob das hier wirklich ihr Leben ist und was noch möglich sein könnte.
Zwischen Vernunft und Sehnsucht
Trudi lebt auf einem Hof. Sie steht früh auf, versorgt Tiere, Haus und Mann. Alles läuft. Das Saubermachen ist ihr Metier, da fühlt sie sich wohl.
Sie ist 47, als ihr beim täglichen Saubermachen auffällt, dass sie immer öfter über ihr eigenes Leben nachdenkt. Während sie mit dem Staubsauger durch das Haus fegt, tauchen plötzlich Fragen auf, über die sie sich wundert. Trudi erschrickt über sich selbst. Sie ist doch zufrieden mit ihrem Leben?
Bis jetzt.
Auf einmal steht sie inmitten ihres aufgeräumten Hauses und spürt eine innere Unruhe, die nicht mehr weggeht.
Harmonie wird wichtiger als die eigene Wahrheit
Trudi weiß, dass ihr Mann sie liebt und er zeigt es auf seine Weise. Er arbeitet viel und hart, ist verlässlich und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird.
Doch zwischen ihnen wächst im Laufe der Jahre ein Schweigen, das wie eine dunkle Wolke über dem Hof liegt.
Trudi will keinen Streit, also schluckt sie Unausgesprochenes hinunter und schiebt Gespräche immer wieder auf. Sie nennt es Rücksicht und in Wahrheit ist es eine Angst vor Unruhe und Veränderung.
Während sie alles dafür tut, um die Harmonie im Haus aufrecht zu erhalten, verliert sie sich selbst Stück für Stück und stellt ihre eigenen beruflichen Träume zurück.
Bis sie mit ihren 47 Jahren merkt, dass SIE in diesem Arrangement kaum noch vorkommt.
Diese Dynamik begegnet mir immer wieder in meinen Sitzungen. Frauen, die klug und empathisch sind, ihr Leben im Griff haben und sich ständig zusammenreißen. Frauen, die Konflikte meiden wie der Teufel das Weihwasser, damit nur ja kein Unfrieden aufkommt. In der Familie, im Job und in ihrem Inneren.
Kenne ich mich persönlich damit aus? Oh ja.
Ich war lange Zeit eine Meisterin im Vermeiden von Konflikten und habe eine eigene Strategie entwickelt, wie ich „unauffällig“ einen Konflikt umgehen kann.
Der Körper hat eine erstaunlich klare Sprache
Im Manuskript bekommt Trudi eines Tages Kopfschmerzen. Mittlerweile ist sie feinfühliger geworden und will den aufkommenden Schmerz nicht gleich mit einer Tablette wegdrücken.
Sie geht hinaus in den Wald, setzt sich unter einen Baum, lehnt sich an den haltgebenden Stamm an und bleibt im Schmerz. Sie lässt ihren Tränen freien Lauf. Während sie dort sitzt, wird ihr klar, dass dieser Schmerz mehr als ein rein körperliches Symptom ist.
Er steht für all das, was sie jahrelang nicht ausgesprochen hat. Für den Beruf, den sie nicht ergriffen hat. Für die Gespräche, die sie vermieden hat. Für die Bedürfnisse, die sie hintenangestellt hat.
Kommt Dir das bekannt vor, dass Dein Körper mit Dir spricht? Vielleicht nicht in Form von Kopfschmerzen wie bei Trudi. Vielleicht zeigt es sich eher in einem ständig verspannten Nacken, in Schultern, die sich anfühlen, als würdest Du die Last der ganzen Welt tragen, oder in rätselhaften Rückenbeschwerden, für die sich beim Arzt keine richtige Erklärung findet.
Der Körper wird zum Übersetzer dessen, was lange ignoriert wurde
Ich hätte als junge Mutter eine Medaille für das Ignorieren meiner Gefühle und Bedürfnisse gewinnen können und mein Körper hat mich dafür Jahre später mit Panikattacken, Schwindel und Erschöpfungszuständen „belohnt“. Wenn Du mehr darüber erfahren willst und was mir geholfen hat, aus diesem Kreislauf auszusteigen: Lies hier weiter.
Hilfe zu brauchen passt nicht ins Selbstbild
„Wer bin ich hier in diesem Spiel?“, ist eine Frage, die sich Trudi immer wieder stellt, als ihr langsam die Tragweite ihrer inneren Unzufriedenheit bewusst wird.
Sie denkt nach, wägt ab, redet innerlich mit sich selbst – und landet doch immer wieder an derselben Stelle. Irgendwann wird ihr klar, dass sie alleine nicht weiterkommt. Zum ersten Mal taucht der Gedanke auf, mit jemandem darüber zu sprechen.
Dieser Gedanke gefällt ihr gar nicht, denn sie ist doch diejenige, die immer alles im Griff hat. Hilfe zu brauchen kratzt an ihrem Selbstbild.
Mir ist das sehr vertraut und Dir vermutlich auch. Du bist es gewohnt, diejenige zu sein, die für alles die Verantwortung trägt. Stärke bedeutet für Dich, alles alleine zu lösen.
So hast Du es gelernt.
Die Frage, die sich nicht mehr wegschieben lässt
Und doch sitzt Du abends auf dem Sofa und fragst Dich: War das jetzt schon alles?
Aber was ist es denn, was mir fehlt?
Wenn ich von Lebensfreude spreche, meine ich nicht dieses Dauerlächeln, das uns manchmal in Ratgebern begegnet. Auch nicht dieses „Denk einfach positiv, dann wird alles gut“.
Lebensfreude fühlt sich für mich anders an. Sie beginnt dort, wo Du wieder mit Dir selbst in Kontakt kommst.
Da, wo Deine Wünsche, Sehnsüchte und Deine Grenzen Platz haben.
Lebensfreude wiederfinden – warum Dankbarkeit allein nicht reicht
Es fühlt sich fast verboten an, unzufrieden zu sein, wenn doch „alles passt“.
Ich bin in eine Generation hineingeboren worden, wo Sätze wie „Man muss ja zufrieden sein“ oder „Man muss dankbar sein“ selbstverständlich waren. Nur keine Ansprüche stellen, nicht jammern, andere haben weitaus größere Probleme.
Das ist der Blick nach außen. Bei der Lebensfreude geht der Blick nach innen.
Es geht um die Verbindung zu dem, was DIR gut tut, nicht um den Vergleich mit anderen.
Wenn Du den Kontakt zu Deinen eigenen Bedürfnissen verlierst, fühlt sich selbst ein gutes Leben fremd an.
Lebensfreude verschwindet selten mit einem Knall.
Sie rückt an den Rand, während Verantwortung, Leistung und Anpassung in den Vordergrund treten. Und irgendwann stehst Du da und fragst Dich, wann Du das letzte Mal etwas aus purer Freude getan hast.
Es geht auch anders
Ich möchte nicht, dass du Dich weiter kleinredest.
Du musst nicht erst zusammenbrechen, um Dir einzugestehen, dass etwas fehlt. Du kannst früher hinschauen. Wenn Du diese innere Unruhe schon spürst, dann nimm sie ernst.
Trudi wirft nicht sofort alles um oder packt ihre Koffer und verlässt ihren Mann (zumindest nach dem momentanen Stand der Dinge😉). Es ist mehr ein erstes Innehalten und ehrlich mit sich sein.
Wie ein zartes Anbandeln mit sich selbst.
Auf in eine lebensfreudige Zukunft?
Mein Manuskript von Trudi war nie nur eine Geschichte. Es ist eine Einladung, hinter das „Ich-halte-alles-am-laufen-und-eigentlich-kann-ich-nicht-mehr“ zu schauen und hinter Deine Rollen, die Du über die Jahre perfektioniert hast.
Steckt in Dir auch eine Trudi?
Eine Frau, die vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Gedanken und Gefühle ernst nimmt? Egal, ob Du im Büro am Laptop arbeitest, Prozesse optimierst, einen Haushalt managst und in der Stadt statt auf dem Land wohnst.
Denn Du bist mehr als nur Deine Aufgaben.
Du bist eine Frau, die begreift, dass Lebensfreude nichts ist, das man sich erst verdienen muss. Die langsam versteht, dass sie sich selbst nicht länger auf später verschieben möchte.
In meiner Begleitung „Immer mehr Lebensfreude“ gehen wir diesen Weg gemeinsam über drei Monate. Schritt für Schritt. So kannst Du wieder klarer spüren, was zu Dir gehört und was sich für Dich lebendig und stimmig anfühlt.
In diesen drei Monaten kannst Du mit allem kommen, was Dich bewegt – und bleibst damit nicht allein. Denn aus Erfahrung weiß ich, dass Veränderung Angst machen kann. Sie kann verunsichern, weil Du noch nicht weißt, was auf Dich zukommt.
Du gehst Deine Schritte und ich bin an Deiner Seite. Für jedes Thema, für jeden Wunsch und für die Momente, in denen Dich Zweifel oder Angst begleiten. Gemeinsam können wir echte Fortschritte machen. Egal, wie groß oder klein sie sind.
„Immer mehr Lebensfreude“ ist ein sicherer Ort für Dein Herz und Deine Seele. Ich bin für Dich da.
Hier erfährst Du alles über das Lebensfreude-Coaching.